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Einfach heller lernen ...

Heller lernen = einfacher, schneller, effizienter lernen !

Hier sammle ich kurz gefasste Themen und Projekte zur Realisation als PrintBook/eBook.

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Um erfolgreich zu lernen braucht es nicht immer neue Ideen und Konzepte.
Wir müssen uns einfach auf unser 'Kerngeschäft' konzentrieren.
Unser 'Kerngeschäft' ist das 'Lerngeschäft'.


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Die deutsche Pädagogik und Bildungspolitik neigen dazu, das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen. Die verkürzte Gymnasialzeit G8 ist das beste Beispiel dafür. Da wird erst einmal die Gymnasialzeit um 1 Jahr verkürzt und hinterher wundert man sich über den Proteststurm. Wie echte  Schildbürger hatte man schlichtweg nicht beachtet, bei einer Kürzung der Schulzeit um 1 ganzes Jahr (ca. 12% ) auch den Stoff entsprechend zu kürzen. Jetzt, da der Karren im Dreck steckt, ist auf einmal allen ganz klar, dass der Stoff der verkürzten Schulzeit angepasst werden muss. Gehen Sie einmal zu Google.de und geben Sie das Stichwort 'Schulreform' ein. Da kriegen Sie fast 300.000 Einträge angezeigt. Alle wollen die Schule reformieren. Dabei liegt das Problem doch ganz woanders. Nämlich in der verschwommenen Vorstellung und Formulierung der Lernziele und ihrer konsequenten Verfolgung. Hier heißt es reformieren. Dann folgt die Schulreform von selbst. Aber Lernreform ist derzeit noch kein Thema. Da finden Sie gerade mal 300 Einträge. Tausend mal weniger als bei Schulreform. In Deutschland reparieren wir lieber als in die Zukunft hinein zu gestalten. Hier in de Grundschule.com schreibe ich an der Lern-Reform.

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Manchmal sind es nur kleine Hemmnisse, die dem Lernerfolg im Wege stehen. Diese zu erkennen, zu benennen und aus dem Weg zu räumen habe ich mir zur Aufgabe gesetzt. In langen Berufsjahren habe ich erfahren, wie man Kinder zu persönlich besseren Leistungen führen kann.  Mit konsequentem, sachlichem, gut eingeteiltem und konzipierten Lernen. Ich weiß, es geht.  Im Augenblick setzen wir noch zu gerne auf Lern-Therapie. Die setzt aber erst ein, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Wenn irgend möglich sollten wir verhindern, dass es dazu kommt, dass Kinder in den Brunnen fallen. Wenn es dann doch passiert, heißt es anhalten, zurückgreifen und neu aufbauen.   Hier denke ich an Anleitungen und Materialien als Lernhilfen und denke auch über Coaching-Kurse nach.

Wenn irgend möglich sollten wir verhindern, dass es dazu kommt, dass Kinder in den Brunnen fallen. Wenn es dann doch passiert, heißt es anhalten, zurückgreifen und neu aufbauen. Hier plane und entwickle ich Anleitungen und Materialien für Lern-Therapien.  Dazu werde ich u.a. Lernhilfen im E-Book-Format publizieren. Die gefragtesten Lernhilfen werden später auch als Drucke in Schulheftform publiziert. Zusätzlich empfehle ich hier auch fürs Lernen gut geeignete Lernhilfen anderen Verlage.

Nachfolgend der Entwurf einer Titelseite für das Handbuch der Grundschule in Kapiteln.


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Lernthemen kurz gefasst bei grundschule.com


Hier sammle ich Gedanken und Erfahrungen zu den Themen Lernen und Erziehen. Die derzeit noch recht lose geschriebene Sammlung soll über Sommer zu einem E-Book Lernen & Grundschule sortiert werden.In der grundschule.com  befasse ich mich allen wichtigen Aspekten des Lernens. Hier stelle ich komplizierte Themen übersichtlich, kurz und verständlich vor. Zu einzelnen Themen sind Kurse und Kursbücher geplant.


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Auch unterschiedliche Begabungen werden Thema dieser Seiten sein.
grundschule.com wird Sie mit den zugehörigen WebSites verbinden.
Z.B. mit www.mensa.de


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In den letzten Jahren befassen sich Wissenschaft und Forschung sehr intensiv mit dem Lernen. Forschungsmöglichkeiten und Forschungsmethoden erlauben heute tiefe Blicke in die Zusammenhänge des Lernens. Ich stelle die Zusammenhänge stark vereinfacht dar.Hirnforscher gehen davon aus, dass Menschnen von Geburt an über etwa 100 Milliarden Gehirnzellen verfügen können.

Unbewusst und bewusst belegen die Kinder nach und nach immer mehr Gehirnzellen mit Informationen. Sie lernen z.B. die Farben kennen und benennen. Der entscheidende Schritt zum bewussten Lernen und bewussten Anwenden erfolgt dann auf der Grundlage der Verknüpfung erworbener Informationen.Am Beispiel der Farbkombinationen der deutschen Flagge möchte ich das vereinfacht veranschaulichen: Ein Kind kennt die Farben Schwarz, Rot und Gold. Einzeln kann es mit den Farben wenig anfangen. Erst wenn es einmal lernt, dass die deutsche Flagge aus diesen Farben besteht, verknüpfen sich diese Informationen im Kopf. Bei der nächsten Begegnung mit den Farben Schwarz, Rot und Gold sagt es dann: Aha, die deutsche National-Flagge.

Wenn es dann noch andere Flaggen kennen lernt, kann das Kind auch die neuen Informationen verknüpfen. Z.B. die italienische oder die französische Flagge. Obwohl alle drei Flaggen die Farbe Rot enthalten, ist es nicht nötig, die Farbe Rot drei mal zu speichern. Es genügt, dass sie einmal gespeichert ist. Sie wird nur immer wieder anders, immer wieder neu verknüpft.


Aus allen Forschungen können wir ableiten:

  • Kinder können früher lernen und mehr lernen, als wir gemeinhin denken.

  • Kinder sollen so früh wie möglich, so viel wie möglich lernen.

  • Wer schon viele Informationen gespeichert hat, also wer schon viel weiß, lernt ganz einfach schneller und leichter.

  • Wer schon viel weiß, kann neue Informationen besser auswerten und mehr Wissen daraus schöpfen.

  • In der Umkehrung: Wer wenig weiß, hat Schwierigkeiten bei der Aufnahme neuer Informationen.

Grips kommt von 'greifen'


Im Englisch-Wörterbuch kann man es schwarz auf weiß geschrieben lesen:  Grip heißt Griff, to grip heißt greifen.  Grips kommt also vom Greifen. Als unsere Vorfahren lernten, aufrecht zu gehen, bekamen sie die Vorderfüße frei für andere Dinge. Sie konnten Dinge aufheben, gebrauchen, mitnehmen, ja auch bearbeiten. Aus dem Vorderfuß entwickelte sich unsere Hand. Der Daumen veränderte im Laufe der Entwicklung seine Stellung so, dass man mit seiner Hilfe besonders gut greifen und "hantieren" konnte/kann.

Mit dem Greifen und Hantieren entwickelte sich auch das Gehrin der Menschen. Die Anreize und Anforderungen wurden größer und komplexer, mit den Anforderungen auch das menschliche Gehirn. Weil man die gefundenen und erfundenen Gegenstände dank des aufrechten Ganges mit sich tragen konnte und immer mehr verbesserte, bekamen sie auch einen höheren Nutzen und damit einen höheren Wert. Es lohnte sich, sie mit sich zu tragen. Hände, Finger und die Entwicklung der Sprache

Sicherlich hat die Freiheit der Hände und der Finger auch geholfen, die Sprache zu entwickeln. Stellt euch vor, wie eine Horde Urzeitmenschen an eine Stelle kam, wo besonders scharfkantige Steine herumlagen. Vor lauter Freude über diesen Fund werden alle mit den Händen oder einzelnen Fingern auf die Steine gezeigt haben und dabei vor lauter Freude ein Wort für Stein gegrunzt haben. Nach und nach fanden sich so immer mehr Wörter im Sprachschatz. So wurden an das Gehirn immer größere Anforderungen gestellt. Das Gehirn und der Kopf wuchsen, die Sprache wurde immer differenzierter. Gerne verständigen wir uns heute noch auf diese Weise mit Menschen, deren Sprache wir nicht verstehen. Wir zeigen auf einen Gegenstand oder imitieren eine Tätigkeit und sagen das Wort dazu.

Der britische Anthropologe Ullin Place hat in einer Reihe von Versuchen nachgewiesen, dass eine Region der linken Gehirnhälfte des Menschen eine für alle Sprachen gültige Grund-Grammatik erkennt. Ohne Hände wäre das Gehirn nicht was es ist, ohne Gehirn wären die Hände nicht, was sie sind. Die zehn Finger und unser Zahlen-System

Es liegt sehr nahe, dass die Zahl der Finger an unserer Hand bzw. an unseren Händen die Grundlage für die ersten Schritte der Mathematik und vor allem die Grundlage unseres Zahlensystems waren. Was liegt näher, als kleine Mengen mit Hilfe der Finger zu zählen. Schaut einmal in eine erste Klasse, wie Kinder dort mit ihren Fingern rechnen, wie sie einzelne Finger abzählen oder auch in den Mund nehmen, um sich eine Zahl mit ihren Fingern vorzustellen bzw. eine Zahl darzustellen. Im Prinzip sind die frühen Zahlen nichts anderes als mit Strichen symbolisierte Finger. Schauen wir uns doch nur die römischen Zahlen an.

Der große Schritt hin zur modernen Mathematik erfolgte vor etwa 2000 Jahren in Indien, als dort die Null als Ziffer (Zahlzeichen) erfunden wurde. Von Indien gelangte die 0 über Arabien nach Deutschland. Hier saß ein kluger Mathematiker, der nun mit Hilfe der 0 unser heutiges Dezimal-System ( Zehner-System) entwickeln konnte.


Lernen wird vielfach als eine Sache mit sieben Siegeln angesehen. Dabei ist Lernen eine einfache Sache. Man muss es nur tun.


Wer Spagetti essen will muss sie kochen.:
Wer etwas können will, muss es einfach lernen !


Einfach
lernen !  =  Einfach lernen !


Mit ein wenig Sprachgefühl , spürt man den Unterschied, die doppelte Bedeutung der Aussage: Lege ich die Betonung auf
Einfach, dann bedeutet das: Derr Stoff, die Methode und die Darbietung müssen einfach gehalten werden, sie dürfen nicht kompliziert gehalten oder gestaltet sein.   Lege ich die Betonung auf lernen, so heißt das, dass sich Schüler für einen Lernerfolg auch angemessen anstrengen müssen. Von alleine geht kein 1x1 in den Kopf hinein. In diesen Sätzen stecken zwei der wichtigsten Geheimnisse erfolgreichen Lernens.
Es ist Aufgabe des Lehrenden, den Stoff und die Bildungsinhalte so einfach und verständlich wie möglich vorzubereiten und dem Schüle zu dessen lernsensibler Zeit anzubieten. Es ist Aufgabe des Lernenden, den Stoff mit seinen Bildungsinhalten anzunehmen, aufzunehmen, nachhaltig zu speichern und in das persönliche Bildungsnetz einzuarbeiten. Wenn diese beiden Positionen klar und akzeptiert sind,
ist eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Schulzeit gegeben.


Wer erfolgreich lernen will braucht ...
inneres Feuer, aufnahmebereite Sinne und Verstanddazu gutes Handwerkszeug und eine gute Lehre. Wer lernen will, braucht inneres Feuer, braucht den Willen und das Interesse, Neues aufzunehmen, zu verstehen, zu verinnerlichen. Wer seine Zuknuft schmieden will, kann diesem Bild aus vergangener Zeit die wichtigsten Dinge entnehmen.


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Wer lernen will, muss seine Sinne gebrauchen.
Nur wer seine verfügbaren Sinne mit aller Kraft und Aufmerksamkeit einsetzt,
wird erfolgreich Neues aufnehmen und für sich nutzbar machen können.

Wer lernen will, braucht geeignetes Material.
Je besser das Material ist, desto besser kann man mit ihm arbeiten.
Minderwertiges Eisen eignet sich nicht für guten Stahl.
Minderwertige Lernware eignet sich nicht zum Lernen.

Wer lernen will, braucht geeignetes Handwerkszeug
Handwerker entscheiden sich stets für das beste Handwerkszeug.
Sie verschwenden weder Geld noch wertvolle Zeit mit Billig-Ware.
Auch wer lernen will, braucht bestes Handwerkzeug.

Wer lernen will, braucht eine gute Lehre
Eine gute Lehre braucht einen gut durchdachten Lernplan,
braucht Räume, die das Lernen begünstigen,
braucht Lernmittel, mit denen das Lernen leicht fällt und Spaß macht
und braucht nicht zuletzt Lehrerinnen und Lehrer,
die den Weg des Lernens mit Engagement und Überblick begleiten und lenken.


'Faulheit' hilft Effizienz zu entwickeln !


Nicht selten kommt mir die Schule vor wie ein Hamsterrad. Die Lehrer drehen das Rad immer schneller, die Schüler kommen kaum mit und doch kommt keiner wirklich voran. Vielleicht kann das Beispiel von den beiden Müllern das Problem ein wenig verdeutlichen:

Der Unterschied zwischen effektiv und effizient am Beispiel zweier Müller:
  • Müler A, der am Tag 100 Säcke Mehl auf den Speicher gilt als fleißiger Mann. Auch wenn er die nächsten Tage wegen Rückenschmerzen auf Anraten des Arztes das Bett hüten muss,  heißt es:
    Der Müller ist ein fleißiger Mann. Effektiv hat er ganz schön hart gearbeitet.
  • Müller B hat die ersten 10 Säcke auf den Speicher geschafft. Er ist außer Atem, geschwitzt und der Rücken schmerzt. Er denkt bei sich: So geht das nicht, das hat keine Zukunft. Weil er offensichtlich nicht arbeitet, scheint er in vielen Augen ein fauler Sack zu sein. Müller B nutzt aber die Verschnaufpause. Er setzt sich hin, skizziert einen Aufzug, nutzt die nächsten Tage um den Aufzug zu bauen und schafft dann die Säcke in einem Bruchteil der bisher benötigten Zeit und ohne gesundheitliche Folgen auf den Speicher.
  • Jetzt zeigt sich:
  • Müller B  arbeitet wirksamer als Müller A.
  • Er arbeitet nachhaltiger ! 
  • Er arbeitet effizient/er!
 

Ich denke, das Prinzip der Effizienz muss viel stärker in der Schule Einzug halten. Statt immer neue Aktivitäten zu entwickeln, statt Schülern immer mehr Unterrichtsstunden, Unterrichtsmaterialien und Übungsblätter zuzumuten, sollten wir uns einen Momenmt zurücklehnen und über effizientere Lösungen nachdenken. Ich sehe kein Problem, durch konzentriertes und effizientes Lernen ein Drittel eines jeden Schultages frei zu bekommen für freies Lernen.

Die Prinzipien dafür kann die Schule von Unternehmen und auch von der Natur ableiten:

  • Es sollte unser Ziel werden, mit ökonomischem (wirtschaftlichem) Einsatz in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu lernen !

  • Übersetzt heißt das: Ein gestecktes Ziel mit möglichst geringem Aufwand an Zeit, Arbeit und Kosten zu erreichen! Wer zu aufwändig arbeitet, verschwendet Energie, die ihm dann für das nächste Ziel fehlt.

  • Das mag dem einen oder anderen nach Faulheit klingen, ist aber nichts anderes als das Erfolgsprinzip der Evolution.

  • Die Natur beweist diesen Satz Tag für Tag erbarmungslos:

  • Ein Tier, das für die Futtersuche mehr Kraft braucht, als ihm das Futter zurückgibt, überlebt den Winter nicht.

  • Der geschickter Fuchs jagt effizienter, als ein Fuchs, der mit vollem Einatz Hasen jagt.
    Der geschickte Fuchs hat die weitaus besseren Überlebens-Chancen.


Abschließend möchte ich euch noch drei Gedanken mit auf den Weg geben:

1.
Wir gehen nicht in die Schule, weil wir schon alles können !

Wir müssen keine Angst vor der Schule haben, weil wir etwas noch nicht können.
So wird oft falsch gedacht und gehandelt. So entstehen unnötige Ängste und Sorgen:
Ihr geht nicht in die Schule, um zu zeigen was ihr schon könnt.
Nein: Ihr geht in die Schule, um die Dinge zu lernen !


2.

Schweres wird leicht, wenn man es erst gelernt hat !

Ich habe ungezählte Kinder sagen hören: Das schaff ich nie !
Ich tröste sie dann und mache ihnen Mut: Na, wartet doch einmal ab!
Nach wenigen Wochen wird ihnen das Lernziel zur gekonnten Selbstverständlichkeit.
Dann höre ich nur noch: Das ist ja kiki, das ist ja leicht!


3.

Lernen ist einfacher als man denkt !

Ein Lernziel baut sich vor Kindern wie Erwachsenen auf wie ein unüberwindbarer Berg.
Um das Lernziel zu erreichen, muss man sich Schritt für Schritt bemühen.
In kleinen Schritten bewältigt man auch große Steigungen.
Man muss sich allerdings schon ein wenig anstrengen.
Dann ist Lernen einfacher als man denkt.

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Schulreife


Einschulung:   Äpfel sind reif, wenn sie vom Baum fallen. ...

... bei Schulkindern ist das nicht so einfach zu terminieren. Eltern, Lehrer und Wissenschaftler haben sich vielfach mit dem Thema beschäftigt. Man kann keinen präzisen Zeitpunkt der Schuleife formulieren, weil schulreif werden ein fließender Prozess ist.

Vermutlich ist es bei den Kindern wie bei den Äpfeln. Apfelbäume tragen unterschiedlich reife Äpfel. Während einige Äpfel schon überreif zu Boden fallen oder pflückreif von der Sonnenseite des Baumes leuchten, hängen auf der Schattenseite des Baumes noch grüne unreife Äpfel. Während die Äpfel von der Südseite so richtig reif sind, sind die Äpfel von der Schattenseite kaum zu genießen. Sie brauchen noch eine Weile, um genießbar zu werden, um zu reifen.

Schulreife und Einschulung

Bei genauer psychologicher und pädagogischer Begleitung könnte man auf den Monat genau sagen, wann ein Kind schulreif wird. Überspitzt gesehen könnte das bedeuten, dass wir Kinder mit erreichter Schulreife übers ganze Jahr hinweg z.B. jeweils zum Monats-Ersten einschulen. Weil das Schulbetrieb und Unterricht gewaltig belasten würde, fasst man schulreife Kinder in Jahrgangsgruppen zusammen und schult sie gemeinsam ein.  

Dass das nicht unbedingt gut ist, lehrt uns das Apfel-Beispiel: Kein Obstbauer würde überreife, reife und unreife Äpfel in einem Korb aufbewahren. In Kenntnis dieser Bedingungen, weicht die Bildungspolitik die strikten Schuljahresabläufe in der Einschulungsphase derzeit langsam auf, um den unterschiedlichen Reife-Bedingungen der einzelnen Kinder gerechter zu werden.

Frühe Einschulung überfordert oft !

Vielfach ertrönt der Ruf nach früherer Einschulung. Zur Untermauerung werden viele Vorteile einer frühen Einschulung aufgeführt. Vor einer 30-jährigen Schulpraxis kann die bisherige Praxis einer Einschulung mit 6 Jahren aber sehr gut bestehen. Sie hat sich nicht nur in unserem Land sondern auch in vielen anderen Ländern bewährt.

Die Einschulung mit 6 bis 7 Jahren ist recht genau abgestimmt auf die Anforderungen, die im 1. Schuljahr gestellt sind. Dieses Einschulalter hat sich für die Mehrzahl aller einzuschulenden Kindern sehr wohl bewährt und ist ihrem Entwicklungszustand angemessen. Meine Tochter und auch die Kinder vieler Freunde sind im reifen Alter eingeschult worden. Sie durchliefen die Schule komfortabel und ohne Probleme.

Betrachte ich rückblickend über 35 Jahre die Schullaufbahn der Kinder, die auf Wunsch vorzeitig eingeschult wurden, ergibt sich kein sonderlich positives Bild.

Intellektuell konnten die meisten der vorzeitig eingeschulten Kinder dem Unterricht folgen. Ihre Auffassungsgabe war ja schließlich der Anlass für den Antrag auf vorzeitige Einschulung. Ihr Verhalten und ihre in diesem Alter noch recht geringe Belastbarkeit haben ihnen aber den Schulalltag sehr erschwert. Die Ausführung ihrer Arbeiten lag in aller Regel unter Klassenniveau, ihr Arbeitstempo und ihre Arbeitsausdauer vielfach auch. Ein überproportionaler Anteil der vorzeitig eingeschulten Kinder erfüllte die von den Eltern in sie gesetzten Erwartungen eher schlecht als recht.

Frühes Lernen - fließendes Lernen

Vor einiger Zeit wurde von einer Studie berichtet, die belegte, dass Kinder schon im Mutterleib hören und damit auch schon lernen. Das bestätigt die Erfahrung: Kinder lernen vom ersten Tag an.

Weil Kinder in jedem Augenblick lernen, heißt es deshalb für Eltern und Lehrer,  jeden möglichen Augenblick und Anlass zum beiläufigen und gezielten Lernen zu nutzen.

Lernen kann man - das ist inzwischen erwiesen und belegt -  besonders erfolgreich im freien Spiel. Allein dieser Aspekt ist so wichtig, dass wir alles daran setzen sollten, den Kindern ihre Vorschulzeit noch für freies Leben und freies Spielen zu erhalten.

Nicht ohne Grund zählt zur geistigen Schulreife auch die körperliche Schulreife. Ein wenig schnoddrig lässt sich sagen:  Wenn ein Kind die Statur hat, seinen Ranzen tragen zu können, kann es auch zur Schule gehen.

Wissenschaftlicher gesagt: Nach dem Gestaltwandel vom Kleinkind mit seinen kleinkindhaften Ausprägungen zum gestreckteren und gewandteren Schulkind ist die Zeit zum Schulanfang gekommen.

Mit dem Gestaltwandel wird das Kind auch geistig ein Stück reifer. Es ist bereiter, sich den Anforderungen des Lesens und Schreibens zu stellen.

Nach meiner Ansicht können wir den Termin der Einschulung ruhig bei dem 6. Jahr belassen.
Für die Zukunft sind jedoch drei Gedanken unerlässlich:

  1. Kinder sollten beiläufig möglichst früh möglichst viel lernen können. Sie sollten möglichst viel erfahren und erleben können und vor allem einen möglichst großen Sprachschatz erwerben.
  2. Kinder sollten möglichst frei und verantwortlich erzogen werden. Leider steigt die Zahl der Kinder, die 'ungezogen' , also nicht erzogen sind. In der Folge stehen sie sich beim Lernen in der Schule ständig selbst im Weg. Ihre mangelnde Selbstkontrolle (Disziplin) hindert sie daran, erfolgreich zu lernen.
  3. Kinder, bei denen es an Verhalten, Wissen und Sprache mangelt, müssen möglichst früh erkannt und mit dem Ziel des Defizit-Ausgleichs betreut werden.

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Lern-Therapie


Lern-Therapie setzt ein, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Wenn irgend möglich sollten wir verhindern, dass es dazu kommt, dass Kinder in den Brunnen fallen.
Wenn es dann doch passiert, heißt es anhalten, zurückgreifen und neu aufbauen.
Hier plane  und entwickle ich Anleitungen und Materialien für Lern-Therapien.

Lern-Standards Aktuell - Rückblick - Vorausschau


Vor einigen Wochen haben wir nach etlichen Vorversionen die endgültigen Lernstandards digital auf CD und gedruckt in drei Ordnern erhalten. Ich habe mich schon daran gemacht, die Ordner und Standards der Fächer zu sichten. Das Schlagwort des Kerncurriculums   ist die Kompetenz. Kompetenz ist in der Diktion des Kerncurriculums die Verschmelzung von Wissen und Fähigkeiteten.  Kompetenzen sind in diesen Standards weit in den Vordergrund gerückt. Weil man Kompetenzen aber nur in Lernfeldern oder Lernbereichen erwerben kann, bleiben auch diese ebenso wie die Lernziele wenn nicht als Wort so doch in der Struktur erhalten. Für Leute, die die bisherigen Pläne genau kennen, ist eigentlich nichts wirklich neu. Salopp formuliert könnte man sagen, dass die alten Lehrpläne und der Rahmenplan Hessen eigentlich nur auf den Geist der Zeit umgeschrieben wurden, noch salopper und auch nicht verkehrt wäre es zu sagen, dass es sich um alten Wein in neuen Schläuchen handelt.

Ich habe die für die Grundschule wichtigen Lernstandards schon weitgehend durchgearbeitet. In wenigen Wochen werde ich hier eine verständliche Kurzversion veröffentlichen.

Hinsichtlich des Unterrichts halten wir uns vorteilhaft an die eingekauften Lehrbücher. Was die Bildungspolitiker nicht geschafft haben, ist den Lehrmittelverlagen gelungen: Die Lernstandards, Lernziele und Lernbereiche in Form logisch aufeinander aufbauerner - kumulativer - Lehrwerke zu fassen. Deshalb mein Rat: Haltet euch an ein gut strukturiertes Lehrbuch. Da macht ihr kaum was falsch. Mehr dazu demnächst.

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Hochbegabung


Ein Mitglied der Hochbegabten-Organisation www.mensa.de hat auf die Frage eines Reporters, ob ihr denn die Hochbegabung Vorteile im Leben verschafft hätte,  im Radio etwa folgende Antwort gegeben: "Irgendwie stand die Hochbegabung immer wieder meinem beruflichen Erfolg im Weg. Ich habe zwar immer alles sehr schnell verstanden, konnte Neues sehr schnell erfassen und umsetzen, war aber dann nicht stetig, nicht beharrlich genug in der Verfolgung des Themas, sondern habe mich, nachdem ich ein Fachgebiet erfasst hatte, einem neuen Fachgebiet zugewandt. So war ich auf lange Sicht beruflich eigentlich nicht sonderlich erfolgreich."

Damit hat sie ein der Hochbegabung innewohnendes Problem treffend geschildert. Hochbegabte sind hungrig auf ständig neue Erkenntnisse. Das hindert sie in vielen Fällen daran, Spitzenklasse in einem Fachgebiet zu werden. Das gilt nicht für alle, ist aber ein oft anzutreffender Wesenszug Hochbegabter.

Nach diesem kleinen Ausschnitt aus dem Leben einer Hochbegabten, möchte ich Ihren Blick nun auf die grundsätzliche Hochbegabung richten. Hier müssen wir zwischen einer allgemeinen geistigen und einer fachlichen Hochbegabung unterscheiden. Beginnen wir mit der ersten Ausprägung.

Die Wissenschaft sagt, dass maximal 2 % der Menschen geistig hochbegabt sind. Auf 100 Kinder kann man so im Durchschnitt mit 2 hochbegabten Kindern rechnen. Diesen Wert kann ich auf die Jahre hin aus meiner Berufspraxis bestätigen. Dabei setzt die Wissenschaft die untere Grenze der Hochbegabung bei einem Intelligenz-Quotienten von 130 an.  


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In der Gauß'schen Normalverteilung fnden wir die Hochbegabten ganz am rechten Rand. Wenn Sie auf die Grafik klicken gelangen Sie zum Hochbegabten-Verein www.mensa.de .

Neben diesen wenigen Hochbegabten im allgemein geistigen Bereich gibt es aber auch noch  Hochbegabungen in Spezialbereichen. So habe ich in meinen langen Berufsjahren bei den Grundschülern immer wieder hervorrragende Turner, Läufer, Handwerker, Künstler oder Sänger angetroffen. So habe ich Kinder angetroffen, die mehr Tennisballgefühl hatten als Boris Becker, ich habe Kinder unterrichtet, die das Zeug für Meisterschaften und Olympische Medaillen hatten. Es waren Kinder, die in spezialisierten Bereichen höchste Leistungen erzielten. 

Hochbegabung ist eine durchaus interessante Anlage. Aber sie ist nur in geringstem Maße Grundlage unseres Wohlergehens. So wie die Steuern für unseren Staatshaushalt nicht von den wenigen Spitzenverdienern kommen sondern von der leistungsstarken Bevölkerungsmitte aufgebracht werden, so bestimmt auch die leistungsfähige Bevölkerungsmitte Wohlstand und Entwicklung unseres Landes. Seien wir also nicht traurig, wenn wir keinen IQ über 130 haben. Auch mit durchschnittlichem IQ kann man sehr glücklich und auch sehr  erfolgreich sein. Mit einem Schmunzeln könnte man sagen: Ohne Hochbegabung leht es sich besser und nicht weniger erfolgreich !

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Motivation

Motivation spielt beim Lernen eine wichtige Rolle.

Aber viele Fachleute sagen inzwischen:

Motivation ist da. Ich muss sie nicht schaffen.  Ich muss eher darauf achten, sie nicht zu verschütten.

Gerade als ich diese Seite hier einrichtete, um über die Bedeutung der Motivation beim Lernen zu schreiben, hörte ich in einer Radio-Diskussion über moderne Arbeitsformen eine Formulierung über Motivation, die ich mir auch für die Schule zu eigen mache und die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Sie bestätigt das, was ich über lange Jahre immer wieder bei mir selbst und bei anderen erfahren konnte, aber nicht so präzise formulieren konnte:

Menschen sind grundsätzlich motiviert !
Wir haben weniger die Aufgabe, sie zu motivieren,
wir haben mehr die Aufgabe, ihre Motivation zu erhalten !

Übertragen auf Kinder und Schule heißt das:
Kinder sind von sich aus motiviert. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Schule, ihnen diese Motivation zu erhalten.

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Von Fähigkeiten, Fertigkeiten, Lernzielen und Kompetenzen

Lernziele im Wandel der Zeit:
  • Als Junglehrer unterrichtete ich nach einem relativ einfach gestalteten Lehrplan. In dem Lehrplan waren alle Themen = Inhalte  aufgelistet, die in bestimmten Schuljahren der Grundschule behandelt werden mussten. Die Themen waren verständlich und verbindlich formuliert und so ausgewählt, dass mit ihrer Abhandlung zwangsläufig alle wichtigen Lernziele erreicht wurden. Damals sprach man von Fähigkeiten und Fertigkeiten ( = Kompetenzen), die neben dem Wissen erworben werden sollten.
  • Später ging man von dem themen-orientierten Unterrichten weg hin zum lernziel-orientierten Unterrichten. Dabei kam den Themen eine untergeordnete Rolle zu. Vorrang hatten die zu erreichenden Lernziele.
  • Seit einigen Jahren spricht man vor allem von Kompetenzen, die seitens der Schüler mit Hilfe des Unterrichts und der Lehrer/innen erreicht werden sollen und meint dabei wie früher Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Genau besehen waren die 'Reformen' nicht mehr als einfache Verpackungswechsel. Der Inhalt ist gleich geblieben. Das ist auch logisch. Man kann sich drehen und wenden wie man will. Im Kern geht es darum,  Fähigkeiten = Kompetenzen zu entwickeln.

Am Beispiel des Lesens veranschaulichen die drei unterschiedlichen Formulierungen nur ein Kernziel: 

  • Ganz früher: Schüler/innen sollen möglichst gut, möglichst genau und möglichst schnell lesen können.
  • Früher: Die Schüler/innen sollen mit der gewonnenen Lese-Kompetenz, also mit ihren Lesefähigkeiten, Texte jeder Art lesen, verstehen und analysieren können.
  • Heute: Die Schüler/innen sollen die Texte strukturieren, auswerten und  - wo sinnvoll und nötig - auch mit anderen Texten und Inhalten in Beziehung setzen können, also verknüpfen können.

- Das ist heute nicht anders als vor 30 Jahren.
- So war es schon immer gut.
- Es muss nur gemacht werden, es muss einfach nur umgesetzt werden !

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Lernspirale


Je mehr ich mich dem Thema Lernen befasse und je mehr ich die Diskussion um das Lernen der Zukunft verfolge, desto größer wird in meinen Augen die Bedeutung der Lern-Spirale.

Hat man viele Jahre von Antizipation, also der Vorwegnahme von Unterrichtsinhalten gesprochen, so komme ich immer deutlicher zu der Überzeugung, dass Unterrichtsinhalte eigentlich permanent Thema im Unterricht sein müssen, um die Lernfenster möglichst vieler Schüler möglichst oft zu erreichen.

Wenn ich jedes Thema nur einmal innerhalb der Grundschulzeit behandle,  kann ich zwar sagen: " Das haben wir schon gehabt !",  kann aber gleichzeitig davon ausgehen, dass nur ein Teil der Kinder einen Teil des Themas aufgenommen und vernetzt haben.


Ein Lernthema
ist niemals abgehakt !

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  1. Ein Lernthema muss immer wieder aufgegriffen und unter erweiterter Sicht behandelt werden.

  2. So rufen wir Gelerntes in die Erinnerung zurück und ergänzen das Wissen mit neuen Fakten und Aspekten.

  3. Stufe für Stufe schaffen wir so ein umfassendes Verständnis eines Themas.


Weil Lernen von Wiederholen und Übung  abhängig ist, heißt es, einen Lernbereich immer wieder neu aufzugreifen, Gelerntes zu wiederholen, das Thema aus erweiterter Sicht zu beleuchten und sich das neu gewonnene  Wissen und die neuen Aspekte einzuprägen.

Dies geht am besten, wenn man die Lerninhalte in einer Art Lernspirale erarbeitet. Die kleinen Grafik macht anschaulich, wie Wissen und Verstehen Schritt für Schritt, Jahr für Jahr erweitert werden.


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Mit der Lernspirale kommen wir jedes Jahr erneut an unserem Thema vorbei !
Beginnen Sie bitte unten im 1. Schuljahr.
4. Schuljahr:  Laubwald, Nadelwald, Mischwald. Lebensraum Wald. Wir schützen den Wald, wir nutzen den Wald
3. Schuljahr:  Wir unterscheiden Nadelbäume und Laubbäume. Die Nadeln werden nicht wie Laub abgeworfen. Wir lernen Tiere kennen, die im Nadelbaum leben/nisten.
2. Schuljahr: Wir ergänzen das Wissen um die Begriffe Stamm, Wurzeln, Äste, Zweige, Zapfen.
1. Schuljahr: Die Fichte ist ein Baum. Sie hat Nadeln.

Die Lernspirale:  Alles kommt immer wieder ! Wiederholung/Übung macht den Meister !
  • Wissen, dem man nur ein einziges Mal begegnet, kann man sich nur schwer aneignen und merken.
  • Wiederholung und Variation sind die Grundlagen für erfolgreiches Wissen.
  • Wiederholung ist auch das Geheimnis erfolgreicher Sportler. Nur wer viele tausend Elfmeter geübt hat, kann den Ball im entscheidenden Moment gezielt in die richtige Torecke setzen. Nur wer bestimmte Golf- oder Tennisschläge vielfach geübt und automatisiert hat, wird diese im Spiel erfolgreich anwenden können.
  • Ähnlich ist es beim Lernen. Mit der Lernspirale wird jedes Thema immer wieder bei steigendem Schwierigkeitsgrad angesprochen und abgehandelt. Mit dem Aufstieg in der Lernspirale steigen dabei Angebot und Anforderung.
  • Durch das Wiederaufgreifen wird der Stoff erneut in den "Arbeits-Speicher" geholt, mit Fakten erweitert und damit vertieft.
  • Übung und Wiederholung machen den Meister / die Meisterin  !

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Wissen


Wissen und Kompetenzen gehören zusammen. Eines gehört zum anderen !
  • Weil es mit der Schule im Augenblick nicht so recht klappen will, fordern viele Stimmen, sich vom Wissens-Lernen abzuwenden und sich der Methoden-Kompetenz zuzuwenden.
  • Lassen Sie sich nicht beirren wenn die einen sagen, "Wissen ist der Schlüssel zur Zukunft" und die anderen plädieren  "Kompetenz  ist der Schlüssel für die Zukunft".
  • Meine Meinung:
  • Eines ist ohne das andere nichts wert !
  • Eines gehört zum anderen, keines kann wirklich ohne das andere.
  • Immer dann, wenn man für die Schule das Heil in neuen Methoden oder Kompetenzen sah und suchte, folgte die pädagogische Katastrophe auf dem Fuß. Extreme Beispiele waren Mengenlehre und Lese-Ganzheitsmethode.
  • In Schule, Unterricht und Erziehung geht es niemals um die isolierte Anhäufung von Wissen und Fakten. Stets stehen Wissenslernen und der Erwerb von Kompetenzen (Fähigkeiten) in einem engem Zusammanhang. Ohne das eine, kann ich das andere nicht erreichen.
  • Anders geht es gar nicht. Wie soll ein Kind das Wissenswort "Hase" in Duden oder Lexikon nachschlagen, wenn es nicht das "Wissen und die Kompetenz" hat, das Wort richtig zu schreiben und in der frühen Kindheit auch schon eine klare Vorstellung vom Hasen gewonnen hat ?
  • Oder stellen Sie sich einen Autofahrer an der Kreuzung vor. Der muss doch ein detailliertes Wissen haben, was Schilder und Ampeln ihm sagen wollen. Oder soll man sagen: Du musst die Bedeutung der Schilder nicht wissen. Du verfügst ja über die Kompetenz, alles über die Bedeutung der Schilder nachzulesen.
  • Wissen und Kompetenz bedingen sich gegenseitig. Sie gehören untrennbar und unmittelbar zusammen. Wer etwas anderes sagt hat keine Kompetenz.
  • Deshalb ist es die Aufgabe der Schule in jeder einzelnen Unterrichtsstunde, das Wissen der Kinder zu mehren und diesen gleichzeitig die Entwicklung zugehöriger Kompetenzen zu ermöglichen. Sie müssen lernen, erworbenes Wissen und erworbene Kompetenzen auf andere Zusammenhänge zu projizieren und anzuwenden. ( Wissens-Transfer und Kompetenz-Transfer ).
 

Wissen und Intelligenz gehören untrennbar zusammen

  • Prof. Elsbeth Stern ( Psychologie heute / Weinheim) spricht aus, was lange Jahre zu kurz gekommen ist. Sie propagiert, viel früher und viel intensiver als bisher mit dem Aufbau einer intelligenten Wissens-Basis zu beginnen. 
  • Sie fordert zusammen mit vielen anderen Lern-Wissenschaftlern ein höheres Anspruchs-Niveau der Grundschule.
  • Sie hält es für falsch, dass seit einiger Zeit unter dem Schlagwort Schlüsselqualifikation  nicht die Vermittlung von Wissen im Mittelpunkt der Bildung steht, sondern  die Vermittlung von Sozial- und Lern-Kompetenzen.
  • Die beiden angestrebten Kompetenzen fallen nach ihrer Abnsicht in gut strukturiertem Unterricht von ganz alleine an. Vorrang hat ihrer Ansicht nach die Vermittlung von Inhalten.
  • Wissen entwickeln heißt nicht,  einzelne Fakten als Quiz-Wissen anzuhäufen.
  • Menschen/Kinder sollen intelligentes Wissen entwickeln, also Wissen, das an vorhandenes Wissen anknüpft und mit vorhandenem Wissen verknüpft werden kann. 
 

Die Begründung:

  • Je mehr strukturiertes Wissen ein Mensch hat, desto leichter kann er weiteres zusützliches Wissen aufnehmen und einordnen.
  • Je früher strukturiertes Wisssen vorghanden ist, desto früher kann weiteres Wissen verknüpft werden.
  • Einer der wichtigsten Schlüssel dafür ist die Lesekompetenz.
 

Lern-Automatisierung durch intensive Übung

  • Ein Schüler, der eine Multiplikation löst, indem er jede 1x1-Aufgabe einzeln löst, indem er die Aufgabenreihe immer wieder von Anfang her durchrechnet, verschwendet Kraft und Zeit und ist deshalb selten in der Lage, komplexere Aufgabe zu lösen. Die Energie verpufft im Vorfeld.
  • Eine Schülerin, die einen Text mühsam mit den Fingern buchstabiert, verschwendet all ihre Energie in den Leseprozess, statt ihre Energie für das Verstehen des Textes einzusetzen.
  • Wären das 1x1 und das Lesen so intensiv geübt und automatisiert, könnten beide Kinder ihre Kraft der Lösung der Aufgabe bzw. dem Verständnis des Textes widmen.
  • Deshalb ist  Automatisierung ist in allen Lern-Bereichen gefragt.  Automatisierung erreichen wir durch intensive Übung in Teilschrittten. Man muss das Gelernte dann "im Schlaf" beherrschen.
  • Ein Tennisprofi kann nicht jeden Aufschlag neu überdenken, ein Schachprofi musss auf ein überlegenes Repertoire an Schachbildern zurückgreifen können, um schnell, variabel und erfolgreich auf die jeweilige Situation reagieren zu können.
  • Automatisierung ist auch beim Auto-Fahren und bei der Erfassung und Beachtung von Straßenschildern erforderlich.
  • Will man zu hohen Leistungen kommen, dann müssen die kleinen Techniken und Fertigkeiten so weit automatisiert sein, dass sie selbst kein Hindernis mehr sind sondern helfen, das Problem zu lösen, das Ziel zu erreichen.
  • Für Schule, Schüler und Lehrer heißt das: 

    Das Handwerkszeug fürs Lernen muss jederzeit perfekt verfügbar sein.

Auch ein Genie ( Sche-nie )  muss sich für besondere Leistungen anstrengen.

So sagte der erfolgreiche Erfinder Edison:

Genie ist zu 1 % Inspiration und 99 % Transpiration, also zu 1 % Eingabe und zu 99 % harte Arbeit !

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Hausaufgaben


Hausaufgaben sind ein leidiges Streit-Thema

Um Hausaufgaben gibt es immer wieder Missverständnisse.

  • Hausaufgaben haben die Aufgabe, das, was in der Schule gelernt wurde, zu festigen, zu stabilisieren und letztlich im Kopf zu vernetzen. Vor diesem Hintergrund sind Hausaufgaben auch im Sinne moderner Hirnforschung.

  • Ein (überzogenes) Argument gegen Hausaufgaben: 
    Wenn nach der Erarbeitung von Multiplikations-Aufgaben  Minus-Aufgaben als Hausaufgabe gestellt werden ist das milde gesagt mehr als für die Katz. Die Minusaufgaben verwirren in diesem Augenblick und können im Extremfall dazu führen, dass die erwünschten Informationen und Fertigkeiten zum Thema Multiplikation unzureichend oder sogar falsch im Gehirn gespeichert werden. Es ist dann wie beim Mensch-ärgere-dich-nicht: Ein Lernziel schmeißt das andere raus. 

Daraus ergibt sich: Hausaufgaben mchen Sinn, wenn sie den Erwerb und die Speicherung des Gelernten unterstützen. Hausaufgaben, die das nicht tun, sollten gar nicht erst gestellt werden.

In der Praxis kann das bedeuten, dass es in bestimmten Lernphasen - z.B. Beim Erlernen der schriftlichen Addition sinnvoll ist, so lange auf Hausaufgaben zu verzichten, bis der Prozess 100%ig sitzt. Dann ist noch genug Zeit für hausaufgaben.

Ich denke noch einen Schritt weiter: Es sollte unser Ziel sein, den Unterricht so zu gestalten, dass Hausaufgaben überflüssig sind. Der Unterricht sollte so gestaltet und organisiert sein, dass die Kinder am Ende der Stunde in die Pause gehen und sagen: Das kann ich jetzt. Das ist ja ganz leicht. Dann könnten wir uns den ganzen Zirkus wegen und die kostbare nachmittägliche Zeit für die Hausaufgaben sparen.

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Lernstörungen

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Lernen und Verstehen brauchen freien Raum, brauchen Freiraum !

In diesem Kapitel werde ich mich mit den 3 beknntesten Ausprägungen der Lernstörungen befassen.


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Lernstörungen sind - vereinfacht formuliert -  alle inneren und äußeren Einflüsse, die sich störend auf ruhiges, konzentriertes und erfolgreiches Lernen auswirken:
  1. In der Diskussion über die "drei großen Lernstörungen" geht vielfach der Blick auf die ungezählten kleinen Lernstörungen verloren, die alleine oder auch in ihrer Summe eine gravierende Beeinträchtigung des Lernens verursachen können. Lernstörungen haben vielfach äußere Einflüsse. In ihrer Zahl sind sie fast unendlich: Z.B. unzureichendes Arbeitszeug, nicht aufgeräumter Tisch, das Bild an der Wand, die Zimmertemperatur, die Lernzeit, die Lernatmosphäre, die persönliche Kondition/ierung, Mahlzeiten und Getränke und tausend andere Kleinigkeiten.
  2. Leider befasst sich die öffentliche Diskussion heute vor allem mit den Lernstörungen Legasthenie, Diskalkulie und ADS. 
  3. Auf der Grundlage meiner langjährigen Unterrichtszeit kann ich jedoch mit guter Berechtigung sagen, dass die kleinen namenlosen Lernstörungen in ihrer Summe weitaus gravierendere Auswirkungen auf das Lernen und auch auf den Schulbetrieb haben und wesentlich präsenter sind, als die drei  psycho-medizinisch erfassten Lernstörungen. 
  4. Inzwischen anerkennt die Psychologie die gravierenden Auswirkungen der ungezählten kleinen Lernstörungen und versucht durch Optimierung des Lernklimas die äußeren Lernstörungen zu verringern, um die Ausprägung von Legasthenie, Diskalkulie und ADS zu mindern.

Die Legasthenie-Forschung bestätigt nach langen Jahren die alte Weisheit:
Je aufgeräumter Raum, Tisch, Wände, Ranzen, Hefte und Köpfe sind, desto besser lernt es sich !

Ein Blick zurück in die Geschichte:
Sokrates, Archimedes und alle anderen Denker und Lehrer der Antike haben ihre Schüler unter höchsten Ansprüchen nahezu ohne Arbeitsmaterialien in kahlen Räumen und der freien Natur unterrichtet.

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A D H S


Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom: Eine Kurzdarstellung

Bei der Suche nach Ursachen für Lernstörungen fiel auf, dass der Lernerfolg bei etwa jedem 20. Kind (ca. 5%) durch mangelnde Konzentration beeinträchtigt ist. Zur mangelnden Konzentration kommt noch eine übersteigerte Aktivität, die eine Konzentration auf bestimmte Aufgaben erschwert.

Früher bezeichnete man ein ADS-Kinder in Anlehung an Wilhelm Busch als Zappelphilippe. Auf diese Überaktivität geht auch die ursprüngliche Bezeichnung dieser Lernstörung zurück: Hyper-Aktivität. Aus hyperaktiven Kindern wurden später hyper-kinetische Kinder. Mit vermehrtem Wissen wurden beide Begriffe durch den Begriff ADS = Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ersezt.

Frei übersetzt bedeutet ADS :
Ein Syndrom (Krankheitsbild) in der Folge mangelnder Aufmerksamkeit.

Erscheinungsbild und Ursachen

ADS-Kinder gelten als vergesslich und ablenkbar. Sie handeln impulsiv und unkontrolliert. Je nach Ausprägung und Geschlecht kann es vorkommen, dass sich ADS in besonderer Unruhe äußert, aber auch in ungewöhnlicher Zurückhaltung.

Die moderne Hirnforschung vermutet, dass ADS auftritt, wenn Kinder die auf sie einflutenden Reize nicht nach ihrer Bedeutung filtern können. Weil unwichtige Reize oder auch unerwünschte Reize das Gehrin erreichen, ohne unterdrückt zu werden, muss sich das Gehirn mit einer Vielzahl unterschiedlicher Reize auseinandersetzen. In der Folge bilden sich die ADS-typischen Verhaltensweisen heraus.

Entsprechend ihres Verhaltens fallen ADS-Kinder im Unterricht immer wieder auf. Ihre Leistungen und auch ihre sozialen Kontakte leiden unter ihrem Verhalten.

Wie häufig kommt ADS vor ?

Fachleute vermuten, dass etwa 5  % aller Schüler unter ADS leiden. Auf die Schule übetragen heißt das, dass man je Grundschulklasse im Durchschnitt mit 1 ADS-Kind rechnen kann.

Was ist zu tun ?

Bei Verdacht auf ADS aufkommt, müssen Eltern und Lehrer das Kind sorgfältig beobachten und alle Auffälligkeiten erfassen. Im nächsten Schritt muss das Kind ärztlich untersucht werden, um organische Ursachen auszuschließen. Ist das Kind gesund, ist eine eingehende psychologische Untersuchung angesagt. Adressen von qualifizierten Psycholog/inn/en erhalten Sie von Schule, Jugendamt oder auch auf den Gelben Seiten.

Therapie:

Bei festgstelltem AD-Syndrom wird dann eine abgestimmte Therapie entwickelt und eingeleitet. In schweren Fällen wird die Therapie durch die Gabe von Medikamenten unterstützt. Das Medikament Ritalin ist zum Synonym für die medikamentöse Behandlung von ADS geworden.

ADS in der Kritik

Anlässlich der Olympischen Spiele in Athen war auch der mehrfache Goldmedaillengewinner Michael Phelps beim deutschen Fernsehen zu Gast. Im Gespräch mit Michael Phelbs kam auch zur Sprache, dass dieser früher als hyperaktives Kind in der Schule auffällig war und behandelt wurde. Ebenfalls an Hyperaktivität gelitten haben soll der vielfache Medaillengewinner im Zehnkampf Daley Thompson.

Betrachtet man die Lebensgeschichte dieser beiden herausragenden Sportler und auch die vielen echten und unechten ADS-Fälle, scheint es nötig zu sein, das Thema ADS neu zu beleuchten. Eine Reihe Ernst zu nehmender Fachleute zweifelt ADS heute als Krankheitsbild an und geht davon aus, dass es sich bei ADS weniger um eine Krankeit als um spezifische Persönlichkeitsstrukturen handelt, die vielleicht bedingt durch Verwerfungen, Verzögerungen oder Brüche im Erziehungs- und Bildungsprozess sich nach außen durch Überaktivität und mangelnde Konzentration darstellen.

Dafür spricht auch die Tatsache, dass sich ADS-Kinder nicht selten sehr intensiv mit bevorzugten Themen befassen und darüber die Welt vergessen. Sie können sich vielfach in hohem Maße konzentrieren und ihre Aufmerksamkeit auf bevorzugte Gebiete fokussieren. Aus diesem Grund bin ich persönlich kein Freund der medikamentösen Behandlung von ADS.

Vielfach reicht es schon aus, den Tagesablauf des Kindes  und auch den Unterrichtsablauf klar zu strukturieren. Unbedingt sinnvoll ist es, den Klassenraum und auch den Arbeitsplatz des Kindes möglichst ablenkungsfrei zu gestalten. Wenn dann im Unterricht auch noch eine klare Ausrichtung auf die jeweils anstehenden Lernziele gelingt, ist ADS schon der Schrecken genommen.


Ausführliche Informationen über ADS finden Sie über die Internet-Suchmaschinen
und über www.wikipedia.de

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L R S     &    Legasthenie


Vor einigen Jahren sprach man noch von Legasthenie. Heute ist Legasthenie eine Variante der Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Lese-Rechtschreib-Schwäche   und  Legasthenie

Es gab und gibt immer wieder Kinder, die eine ausgeprägte Schwäche im Lesen und im Schreiben zeigen.  Zur besseren Einordnung möchte sollten Sie sich aber eine Zahl vor Augen halten. Unter 100 Kindern finden sich etwa 5 Kinder mit Anzeichen von Legasthenie. Das sind etwa 5 % aller Kinder. In den meisten Fällen hat die Schreib-Lese-Schwäche andere Hintergründe.  Fachleute listen hier eine Reihe von möglichen Ursachen auf. Lassen Sie mich die verbreitetsten Ursachen in Kürze nennen:

  1. Geringe Begabung ist eine der Ursachen für schwache Leistungen im Lesen und Schreiben.
    Als Ursache einer Legasthenie ist geringe Begabung aber auszuschließen, weil Legasthenie in aller Regel mit mindestens durchschnittlicher Begabung, meist sogar mit überdurchschnittlicher Begabung auftritt.

  2. Auch Unterricht  und / oder Lehrer können der Grund für die Lese- und Schreibschwäche eines Kindes sein. In der Zeit, als man die Ganzwort-Methode als das Non-Plus-Ultra des Lernens hielt und die Schulen zwang, nach dieser Methode zu unterrichten, grassierte die Lese-Rechtschreibschwäche wie eine Grippe-Epidemie in den Schulen. Weil man das versagen der Leselern-Methode nicht zugeben wollte, stempelte man seinerzeit viele der   lese-rechtschreibschwachen Kinder flugs zu Legasthenikern. So viele Legasteniker wie in dieser Zeit habe ich in der Schule nie mehr erlebt. Aus dieser Zeit und vor diesem Hintergrund vertrete ich heute wie früher die Thesen: "Vielfach werden Legastheniker gemacht !"  bzw.   "Legastheniker passieren !"

  3. Neben ungeeigneten Methoden kann auch ein nicht konsequent durchgeführter Lese-Schreib-Lehrgang zu Leistrungsschwächen im Lesen und Schreiben führen.

  4. Lese- und Schreibschwächen gründen auch in Brüchen in der Lese-Schreib-Lernphase, die u.a. durch Umzug, Trennung der Eltern oder auch Lehrerwechsel bedingt sein können.

  5. Dem Lernen nicht zuträgliches Verhalten seitens eines Schülers/einer Schülering kann ebenfalls der Grund für eine Lese-Rechtschreib-Schwäche sein. Wenn Kinder seitens des Elternhauses nicht auf das Lernen hin erzogen sind und sie auch in der Schule nicht bereit, nicht willens oder ncht fähig sind, dem Unterricht zu folgen, führt dieses in aller Regel zu Minderleistungen im Lesen und Schreiben.

  6. Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen können Ursache für Lese- und Rechtschreibschwäche sein. Denken Sie an ein Kind mit nicht erkannter Fehlsichtigkeit oder Hörbehinderungen. Dank der Schulvoruntersuchungen können diese Behinderungen jedoch in aller Regel rechtzeitig erkannt ausgeglichen werden.

  7. Schließlich ist als Ursache von Schreib-Lese-Schwächen die eigentlich Legasthenie zu nennen. Sie wird in den kommenden Ausführungen näher behandelt.

Die Legasthenie als spezielle Ausprägung der Schreib-Leseschwäche

Wenn die Schulleistungen eines Kindes in fast allen Fächern befriedigend oder sogar gut sind, aber im Fach Deutsch Probleme beim Lesen und in der Rechtschreibung auftreten, liegt aller Wahrscheinlichkeit nach eine Legasthenie vor. 

Ein wenig präziser kann man es so formulieren:

Wenn Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen auftreten, obwohl eine relativ hohe Intelligenz zu erkennen ist, liegt der Verdacht nahe, dass in diesem Fall eine Legasthenie vorliegt. Aus diesem Grund ist ein Intelligenz-Test stets einer der Diagnose-Bausteine bei der Untersuchung auf Legasthenie.

Die Diskrepanz zwischen schwachen Schreib- und Lese-Leistungen und einer offensichtlich durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen Intelligenz hat Praktiker und Forscher schon vor über 100 Jahren nachdenklich gestimmt und sie veranlasst, den Ursachen dieser Leistungs-Diskrepanz auf den Grund zu gehen.

Was deutet auf Legasthenie hin ?

  1. Wenn Kinder Wörter unvollständig schreiben, Buchstabenfolgen verdrehen, schwer lesbar schreiben, Klein- und Großschreibung nicht beachten und Texte ohne Punkt und Komma schreiben, kann dies ein Hinweis auf Legasthenie sein.

  2. Stockendes Lesen mit vielen Lesefehlern und nicht textgerechter Betonung  sind weitere Hinweise.

  3. Wenn dann die Kinder noch sehr lange an ihren Aufgaben sitzen  und alle Übung nichts hilft, ist es Zeit, ein Gepräch mit dem/r Klassenlehrer/in  und dem schulpsychologischen Dienst zu suchen.

Was geschieht beim Verdacht auf Legasthenie ?

Vom schulpsychologischen Dienst wird zunächst einmal ein Intelligenz-Test vorgenommen, um zu klären, ob hier nicht eine allgemeine geringe Begabung bzw. eine allgemeine Lernbehinderung vorliegt. Zeigt der Test, dass das Kind angesichts der ermittelten Intelligenz sowohl schreiben als auch lesen können müsste, werden zum Nachweis der Legasthenie spezielle Schreib- und Lesetest durchgeführt.

Wie kann man Legasthenie-Kindern helfen ?

Dazu verdeutlichen wir uns zuerst einmal das Problem. Legastheniker können schwer strukturieren. Vor ihren Augen und in ihrem Kopf purzeln Buchstaben und Wörter förmlich durcheinander. Zur Therapie heißt es jetzt, möglichst viel Ordnung in die Buchstaben, in die Wörter in den Text und auch in den gesamten Untericht zu bringen.

Je übersichtlicher der Unterricht und die Lernschritte vonstatten gehen, desto mehr kann der Legastheniker davon profitieren. Praktisch heißt das:

  • Das Unterrichtsangebot muss sorgfältig gegliedert sein und übersichtlich angeboten werden.

  • Wir müssen das Unterrichtsangebot in Menge und Umfang ordnen. Lieber 10 kleine verdauliche Happen, als zwei zu große Stücke, an denen sich Legastheniker verschlucken.

  • Es heißt aber auch,  einen straffen Lern- und Lehrplan entwickeln, damit kein Lernziel verloren geht und so zu Lücken führt.

Letztere Ratschläge gelten als Therapie in einfachen Fällen und als vorbeugende Maßnahmen. In vielen Fällen ist es angeraten, Rat und Hilfe in einer lernpsychologischen Praxis zu suchen.

Ausführliche Informationen über LRS und Legasthenie finden Sie über die Internet-Suchmaschinen und bei www.wikipedia.de

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Dyskalkulie

Nach einer Kurzdarstellung der Dyskalkulie finden Sie weiter unten ausführliche Informationen zur Dyskalkulie, die ich dem frei nutzbaren Internet-Lexikon www.wikipedia.de entnommen habe. Inzwischen bin ich auf einen seriösen Zeitungsartikel gestoßen, in dem Experten nach ausführlichen Gehirnuntersuchungen eine Störung bzw. zu geringe Ausprägung des Hirnteiles, in dem die Zahlenfolge gespeichert ist, als  Auslöser der Dyskalkulie vermuten.


Kurz-Darstellung

Lernstörungen im Bereich der Mathematik sind inzwischen thematisiert und werden unter dem Fachbegriff  Dyskalkulie erfasst.Dyskalkulie

Es gab und gibt immer wieder Kinder, die eine ausgeprägte Schwäche im  mathematischen Verständnis und im angewendeten Rechnen zeigen.  Wie bei der Legasthenie können hier unterschiedliche Ursachen vorliegen.  Lassen Sie mich die verbreitetsten Ursachen in Kürze nennen:

  1. Geringe Begabung ist eine der Ursachen für schwache Leistungen im Rechnen.

  2. Auch Unterricht  und / oder Lehrer können der Grund für die Rechenschwächen eines Kindes sein.

  3. Nicht nur ungeeignete Methoden führen zu Schwächen im Rechnen. Auch ein nicht konsequent durchgeführter Rechen-Lehrgang beeinträchtigt die Leistungen.

  4. Dies gilt auch für Brüche in der Lernphase, die durch Umzug, Trennung der Eltern oder auch Lehrerwechsel entstehen können.

  5. Dem Lernen nicht zuträgliches Verhalten seitens eines Schülers/einer Schülering kann ebenfalls der Grund für eine gegebene Rechen-Schwäche sein. Wenn Kinder seitens des Elternhauses nicht auf das Lernen hin erzogen sind und sie auch in der Schule nicht bereit, nicht willens oder fähig sind, dem Unterricht zu folgen, führt dieses in aller Regel zu Minderleistungen imim Rechnen. 

  6. Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen können Ursache für Rechenschwächen sein. Denken Sie an ein Kind mit nicht erkannter Fehlsichtigkeit oder Hörbehinderungen. Dank der Schulvoruntersuchungen können diese Behinderungen jedoch in aller Regel rechtzeitig erkannt ausgeglichen werden.

  7. Schließlich sei die eigentlich Dyskalkulie genannt. Sie wird in den kommenden Ausführungen näher behandelt.

Wie zeigt sich eine Dyskalkulie ?

Eine Dyskalkulie muss man dann in Betracht ziehen, wenn ein Kind deutlich schlechter mathematisch denkt und rechnet, als man es von ihm eigentlich erwartet. Zeigt ein Kind in den übrigen Fächern befriedigende oder gute Leistungen, während seine Leistungen in Mathematik mangelhaft oder auch schlechter sind, sollte man zumindest an eine vorliegende Dyskalkulie denken. 

In einem solchen Fall heißt es dann, ein psychologisches Gutachten erstellen zu lassen, das zweifelsfrei die Diskrepanz zwischen vorhandener Intelligenz und erbrachten Leistungen ausweist.

Wenn Kinder schon Schwierigkeiten haben im Zahlenraum bis 20 zu rechnen, wenn sie die Ziffern einer Zahl vertauschen, wenn sie bekannte Aufgaben immer wieder neu rechnen müssen, weil sie sich das Ergebnis einfach nicht einprägen können und wenn sie nur schwer eine Vorstellung von Maßen, Gewichten und der Uhrzeit gewinnen, liegt der Verdacht auf eine vorhandene Diskalkulie nahe.

Dazu kommen meist noch ein großer Zeitbedarf für einfachste Aufgaben, sich häufig wiederholende Fehler und ein immer größerer Leistungsabstand zu den anderen Schülern der Klasse.

Was tun ?

Wie bei der Legasthenie heißt es, konsequent auf überschaubare und klar gegliederte/strukturierte Lernziele zu achten. Auch hier sind 10 Lernhäppchen besser als ein umfangreicher Lernblock.

Wenn die Probleme beim betroffenen Kind zu groß werden und auch das Verhältnis zwischen Eltern und Kind beeinträchtig ist, istes ratsam, Hilfe in einer lernpsychologischen Praxis zu suchen.

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Die Einschulung


Hallo, Kinder, hallo Eltern ....

..... so werden Kinder und Eltern am Tag der Einschulung begrüßt. Es ist ein besonderer Tag für Kinder, aber auch für Eltern und Großeltern. Der Tag der Einschulung ist ein sehr emotionaler Tag. Die Eltern spüren, wie ihr Kind groß wird und in kleinen Schritten neu und eigene Wege geht. Die Kinder kommen in eine neue Welt, in der sie lernen müssen, sich zurechtzufunden, sich einzuordnen, um dann erfolgreich mitzuarbeiten. 


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Oben in der Aula trafen sich alle zur Einschulung. Rolf Schmidt, Gechäftsführer von Erasmus-Offenbach, begrüßt Kinder, Eltern und Gäste.


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Rund um die Einschulung gibt es unendlich viele Fragen. Mitten drin die Frage nach dem Outfit.
Auf 2 Seiten eines 4-seitigen Folders habe ich alle für die 1 a im Augenblick erforderlichen Materialien zusammengestellt. Diese Liste wird nach und nach verfeinert.


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Schul-Outfit für die 1 a

Im Mäppchen: 
2 Bleistifte mittlerer Härte, Spitzer dick+dünn, Radierer. Etwas dickere Buntstifte in den Farben rot, gelb, grün, blau, braun. Filzstifte dick & dünn in obigen Farben.1 transparentes 30 cm-Lineal, ein größeres Geodreieck, Kreis-Schablone.

Im Fach:
Wasserfarbkasten mit Deckweiß, Borstenpinsel 4, 8, 12, 16, einen großer Zeichenblock A 3, ein umfallsicheres Wassergefäß, ein Küchen-Schwammtuch, um Tisch, Farbkasten und Pinsel reinigen zu können. Weil wir sauber arbeiten, brauchen wir weder Auslege-Zeitungen noch Kittel/Schürzen.

Hefte, Hefter, Block, Papier, ...

1 Paket Kopier-Papier mit 500 Blatt (3-5 €)  für alle Zwecke an Stelle eines Blocks.
2 Hefte A4 einfach liniert mit seitlichen Randlinien zum Schreibenlernen und Schreiben
.2 Hefte A 4 mit normalen 5mm-Kästchen und Randlinien zum Zahlenschreiben.
1 Schnellhefter zum Sammeln der Blätter der Woche. Dieser Hefter soll wöchentlich geleert werden. Die Blätter können zu Hause verwahrt oder geschreddert werden. Wir wollen Wissen + Kompetenzen nicht in Heftern herumschleppen, sondern im Kopf speichern.

Viel-Fach-Outfit:

Kinderschere, Klebestift, Würfel, geliebte Spiele und Bücher,

Sport

Für den Sport in Aula und Tennishalle Turnschläppchen.
Alternativ auch Tennis-Hallenschuhe mit glatter Sohle oder auch Socken/Sportsocken.
Dazu Sportkleidung zum Wechseln und Handtuch.

Tägliche Kleidung nach eigener Vorstellung, wünschenswert aber auch Erasmus-Kleidung..

Weihnachts- und Geburtstagswünsche: Kinderzirkel, Kompass, Lupe, ...

Weitere Infos:
Geld und Wertsachen am Körper tragen.
Kärtchen mit Adresse, Namen, Telefonnummern ggf. medizinische Hinweise
immer im Mäppchen mittragen.